Proben in Zeiten von Corona sind anders. Wo vordem die rund 30 Sängerinnen und Sänger mit ihrem Chorleiter Ralf Keser konzentriert an ihrem nächsten Projekt feilten, eng zusammensitzend im Musiksaal des Eichendorff-Gymnasiums, stehen heute maximal acht Personen in gehörigem Abstand von 6 m zum Dirigenten und 2 m Abstand zueinander in der weitläufigen Schlossgartenhalle, verteilt auf vier Schichten an zwei Probenabenden.

Auch die Stücke sind dem neuen Maßstab angepasst. Große Werke lassen sich so kaum einstudieren und an einen Auftritt ist zumindest im gewohnten Format derzeit ohnedies nicht zu denken.

Doch sind die kleineren Werke etwa von Johann Sebastian Bach, Carl Loewe und Rudolf Mauersberger nicht minder fordernd. Jede Sängerin und jeder Sänger muss jederzeit stimmlich präsent sein, um gemeinsam den großen Raum mit Klang zu füllen. Und gut muss es klingen. Darauf achtet schon Chorleiter Ralf Keser, der nun die einzelnen Stimmen noch genauer wohl weniger im Blick als im Ohr hat.

Aber der Chor singt wieder! - Wenn auch nicht ganz gemeinsam. Ein Stückchen aufkeimende Normalität in jenem gesellschaftlichen Bereich, der auch das Zusammenkommen vieler und verschiedener Menschen zum Inhalt hat und der deswegen auch verstärkt von den Maßnahmen betroffen ist.

Infos auch unter www.kammerchor-ettlingen.de